Gute Gründe für die Temperaturkontrolle mit IGNIS
Brandschutz
Jedes Jahr entstehen zahlreiche Brände in Agrarbetrieben durch nicht optimale Lagerung. Besonders Stroh und Heu bürgen bei schlechter Lagerung und fehlender Kontrolle ein hohes Risiko, sich selbst zu entzünden. Selbstentzündungen eines Lagers entstehen nicht in Bruchteilen einer Sekunde sondern durch fortschreitende Prozesse, die durch regelmäßige Kontrolle erkannt und beendet werden können.
Nachfolgend führen wir einmal die Phasen auf in denen ein Heubrand entstehen kann:
Gärungsphase
Zum Zeitpunkt der Einlagerung befinden sich im Heu noch lebende pflanzliche Bestandteile. Diese lebenden Bestandteile arbeiten weiter und in Verbindung mit der Aktivität von Mikroorganismen, erwärmt sich der Heuballen von innen.
Unter Optimalen Bedingungen verlangsamen und beenden die Gärungsvorgänge allein nach etwa zwei bis drei Wochen.Mikrobiologische Phase
Sollte Heu zu feucht eingelagert sein oder zu viele Verunreinigungen haben, steigt die Temperatur weiter. Das liegt daran, dass ab ca. 50°C optimale Lebensbedingungen für termophile Mikroorganismen herrschen. Durch deren Aktivitäten kommt es meist in dichteren Zonen zu Hitzestau.
Die Temperatur kann in dieser Phase bis zu 75°C ansteigen, an welcher die termophilen Mikroorganismen absterben.Chemische Phase
In dieser Phase laufen chemische Prozesse, die das Heu verkohlen lassen. Im Inneren der Heustapel bilden sich oft Glutkessel.Gasphase
Brennbare Gase werden durch die Zersetzung des Heus freigesetzt und in Verbindung mit Luftsauerstoff kann es zur Selbstentzündung kommen.
Bis 45°C
Temperatur ist unbedenklich45°C bis 60°C
Temperatur ist bedenklich. Temperaturen sollten regelmäßig Kontrolliert werden.Über 60°C
Brandgefahr besteht bei Temperaturen über 60°C. Ständige Kontrollen sollten durchgeführt werden und die Feuerwehr sollte kontaktiert werden.Über 70°C
Akute Brandgefahr. Bei diesen Temperaturen sollte die Feuerwehr direkt kontaktiert werden.
Qualitätskontrolle
Sie wollen Getreide lagern und die Qualität Ihrer Erzeugnisse sicherstellen? Folgende Gründe sprechen für die Temperaturüberwachung von Getreide.
Frühzeitiges Erkennen von Pilzen, Schädlingen oder Fäulnis.
Steigende Temperaturen im Getreide sind ein Indikator für chemische Prozesse im Getreidelager. Die Temperaturkurve gibt Informationen darüber, ob ungewünschte Prozesse laufen.
Vorbeugung von Verlusten
Wer das eigene Getreidelager überwacht und die daraus entstehenden Daten auswertet beugt damit auch automatisch Verlust vor. Denn wer aufgrund dieser Daten handeln kann, verhindert möglicherweise, dass Prozesse zu weit fortschreiten und der Verlust von Erzeugnissen nicht mehr aufgehalten werden kann.
Warnstufe 1 ab 17°C
beobachten und ggf. belüften/kühlenWarnstufe 2 ab 25°C
belüften/kühlen zwingend erforderlichWarnstufe 3 ab 35°C
auslagern und gezielte Trocknung vornehmen